Mikrobiologische Quellen für Salze: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 30. Juli 2012, 16:31 Uhr

Autor: Hans-Jürgen Schwarz
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Abstract[Bearbeiten]

Mikrobielle Lebewesen produzieren eine beträchtliche Zahl an organischen und anorganischen Säuren, die an den Objekten zu Schadsalzen umgesetzt werden können.

Einführung[Bearbeiten]

Der Stoffwechsel von Mikroorganismen wie auch von höheren Lebewesen produziert Säuren und Salze, die ausgeschieden werden und sich an oder in Gebäuden anreichern können. Die biogene Quelle von Nitrat als Folge der Viehhaltung ist seit langem bekannt. Nitrat wird jedoch auch von Mikroorganismen erzeugt. Darüber hinaus bilden sie eine größere Zahl von anderen organischen Säuren, von denen insbesondere Oxalate oft auch an Wandmalereien als Calciumoxalat (Whedellit) nachgewiesen werden können. Das Auftreten von Oxalaten, den Salzen der Oxalsäure, gilt als Hinweis auf mikrobielle Aktivität.

Mikroorganismen, insbesondere Bakterien, sind morphologisch wenig differenziert, zeigen aber im Gegensatz zu höheren Organismen eine geradezu enorme stoffwechselphysiologische Varianz. So kennt man eine Gruppe weit verbreitet vorkommender Bakterien, die chemolithoautotroph, d.h mit reduzierten anorganischen Verbindungen oder Ionen als Wasserstoff- bzw. Elektronendonator, wachsen: Hierzu gehören u.a.

  • Ammoniumoxidanten, die Ammonium zu Nitrit oxidieren
  • Nitritoxidanten, die Nitrit zu Nitrat oxidieren

Ammoniak - und Nitritoxidanten werden zur Gruppe der Nitrifikanten zusammengefasst. Der größte Teil des Ammoniak stammt heute aus der Intensivviehhaltung.

Neben diesen Bakterien sind schwefeloxidierende Bakterien der Gattung Thiobacillus weit verbreitet. Diese ebenfalls lithoautotroph wachsenden Organismen sind in der Lage, reduzierte Schwefelverbindungen, wie Sulfide, molekularen Schwefel oder Thiosulfat, zu Sulfat zu oxidieren.


Literatur[Bearbeiten]