Polarisationsmikroskop:Konoskopie

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Autor: Anika Husen
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Indirekte (konoskopische) Betrachtungsweise

In der Polarisationsmikroskopie werden die direkte (orthoskopische) Betrachtungsweise, die der in der normalen Mikroskopie üblichen Betrachtungsweise entspricht, oder die indirekte (konoskopische) Betrachtungsweise angewandt.

Durch Einschalten einer zusätzlichen Linse (Amici-Bertrand-Linse) oder Entfernen eines Okulars wird die hintere Brennebene des Objektivs in die mit dem Okular betrachtete Zwischenbildebene abgebildet. Während bei der direkten Betrachtungsweise jeder Bildpunkt einem Objektpunkt entspricht, ist bei der indirekten Betrachtungsweise jedem Bildpunkt ein paralleles Strahlenbündel zugeordnet. Das Bild gibt dann über die Richtungsabhängigkeit der Doppelbrechung Auskunft (soweit sie durch die Apertur erfasst werden kann). Mit dieser Methode ist es somit möglich zu bestimmen, ob ein Kristall optisch einachsig oder zweiachsig sowie optisch positiv oder negativ ist.

Kristallsysteme zeigen folgende optische Eigenschaften
optisch isotrop optisch einachsig optisch zweiachsig
amorph hexagonal orthorhombisch
kubisch trigonal monoklin
tetragonal triklin